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Es werden Posts vom Juni, 2009 angezeigt.

re:publica 2017

re:publica 17 #LoveOutLoud

Singen auch bald kostenpflichtig?

Es wäre mir ehrlich gesagt, wäre ich ein Künstler, so langsam ein wenig peinlich, wie die Gesellschaften, die meine Urheberrechte in klingende Münzen umwandeln, gierig nach Einkommensquellen graben, die äußerst konstruiert erscheinen.

Das US-Gegenstück der hiesigen GEMA z.B. findet, dass das Abspielen von Klingeltönen auf Handys eine öffentliche Aufführung sei, die man als gebührenpflichtig empfände!
Das haut einem wirklich vom Hocker, denn man hat als User ja schon beim Download des Klingeltones Abgaben für die Urheberrechte geleistet... !
Vor allem: Wer soll das bezahlen? Letzlich ist doch wohl derjenige, der mich dann anruft "schuld" an der öffentlichen Aufführung.. soll der das bezahlen?

Aber auch hierzulande ist man erfinderisch: Eina Abgabe von 10 Cent pro Stück für die Rechteverwerter fällt bald mit dem Kauf eines USB-Sticks, einer Speicherkarte oder USB-Disk an.
Die Geräte würden zum Erstellen und Speichern privater Kopien urheberrechtlich geschützter Werke dienen.

Das ist…

Bleibt in der Familie

Ich werde ja immer wieder mal gefragt, warum für mich keine Intel-Prozessoren in Frage kommen und ich auf dieses Detail beim Hardwarekauf so vehement bestehe.

Die Antwort darauf ist einfach und eigentlich einleuchtend: Ich bin ein Fan von Vielfalt am Markt und lasse mit ungerne von Kartellen oder Fast-Monopolen vorschreiben, was ich zu kaufen habe.

Intel liefert mit der Meldung, dass ihr Feature "My WIFI", mit dem sich ohne Router und Access-Point drahtlose Netzwerke erstellen lassen sollen, nur für Windows mit Treibern unterstützt werden wird, mal wieder eine prächtige Begründung für mein Verhalten. Und auch unter den Windows-Systemen wird Windows XP nicht unterstüzt, weil man "nicht in alte Technik investiere".

Dies Aussage ist aus meiner Sicht eine schlichte Lüge: Zum einen gehört die ebenfalls nicht für eine Treiber-Unterstüzung vorgesehene Linux-Welt nicht zur "alten Technik" und der Ausschluss der für solche Funktionen geradezu prädestinierten Netbooks…

Was unterscheidet uns noch von China?

Es wird so langsam schwer, die Unterschiede zu diesem totalitären System noch zu finden...

Bei uns wird zwar noch zwischen mehreren Parteien gewählt, jedoch ist das für den Bürger am Ende völlig wirkungslos: Zu meiner Schulzeit hätte die SPD ein solches Zensurgesetz nicht mitgetragen, welches uns, unter dem ja immerhin berechtigten Deckmantel der Bekämpfung der Kinderpornographie, die komplette Struktur für eine nahezu unbeeinflussbare Sperrung von Internetseiten überstülpt!

Nun wird es also den BKA-Ermittlern auch noch anheim gestellt, ob sie denn den ausländischen Provider ermitteln will, er also "mit zumutbarem Aufwand" zu ermitteln ist, oder lieber ein Stop-Schild verhängt wird...
Ich dachte immer, für Ermittlungsaufgaben gäbe es das BKA, aber wahrscheinlich ist das genauso falsch wie meine Überzeugung, dass Politiker etwas für ihre Mitbürger erreichen sollen.

Da es auch mehr als zumutbarer Aufwand für Polizisten ist, Staatsbesuche und Demonstrationen zu bewachen, fordere ic…

Breadbox 64

Ja... Softwareentwickler haben einen Knall, soviel steht fest!

Nicht nur beim Niederländer Johan Van den Brande, sondern auch bei mir steht die alte Brotkiste in unmittelbarer Nähe seines Athlon X2 64 gesteuerten Ur-Ur-Ur-Ur-Enkels und wird auch noch regelmässig benutzt.

Das wohltuende Rattern der Floppy und das Grün des Uralt-Monitors entspannen zwischendurch und erinnern einen, wie alles begann und wo man seine ersten Programme schrieb.
Es ist förmlich wie Rad fahren: Commodore-Basic vergisst man nicht und selbst wenn der Rechner zwischendurch mal 5 Jahre im Keller verbrachte, codet man danach noch genauso flüssig.

Johan Van den Brande aber hat den alten Brotkasten nun in eine neue Welt gestossen und einen Twitter-Client für den Veteranen geschrieben und ins Internet gebracht. Virenanfälligkeit gleich Null, denn es läuft ja kein Windows drauf.. ;)

Endliche De-Emotionalisiert

Nachdem es ja zunächst viel Geschrei um die bewusst emotional eingeführte Diskussion um Internetsperren gegen kinderpornographische Seiten gab, kehrt nun, nachdem sich der Qualm der ersten Schlachten verzogen hat, so langsam selbst in Politikerköpfe Vernunft ein.

Von Anfang an war ja kritisiert worden, dass jene unkontrollierten Sperren die Infrastruktur für eine weitergehende Internetzensur schaffen und dass dem BKA wirkugsvollere, andere Möglichkeiten offenstehen, die zielführender sind als Internetsperren.

Im Gegenteil: Das BKA muss sich nun Vorwürfe gefallen lassen, die Sperrung und Löschung illegaler Seiten völlig uneffektiv zu betreiben.
Ganz nach Sitte deutscher Bürokraten halte man bei ausländischen Seiten den Dienstweg ein und informiere nur die Polizeibehörden des Landes, anstatt, entweder gleichzeitig oder zuerst, die Provider und Hoster der Seiten zu informieren.
Ausländische Behörden übermitteln längst derlei Informationen über strafbare Inhalte an deutsche Hoster: "Und …

Keiner studiert Informatik

In zwei Dritteln aller Hochschulen blieben in den vergangenen Semestern Studienplätze frei.

Für mich, der seine IT-Ausbildung ja gerade beendet, ist dass eine gute Nachricht, bessert sie doch meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, auf dem ja schon jetzt Fachkräftemangel herrscht.

Bildungspolitischer Wahnsinn ist allerdings, dass sich die meisten Hochschulen trotzdem herausnehmen ihre Studenten zu filtern, um sich einen elitären Ruf zu verpassen:
Ein NC oder "Einstellungstest" müssten bei anschließend freibleibenden Studienplätzen mit einer Senkung der staatlichen Zuschüsse bestraft werden, denn teure Professoren und Ausbildungsumgebungen werden ja nicht finanziert, um nicht ausgelastet zu sein.

Das Denken in Eliten bringt den Staat letzlich auch nicht weiter, denn was nutzt es wenige Spitzenverdiener zu erzeugen, wenn die breite Masse der IT-Jobs anschließend nicht auf diesem Level liegt?
Letzlich haben wir ja im Rahmen der Wirtschaftskrise ja nun auch gelernt, wohin uns die Wirtsch…

Der lässige Mensch

Wieder einmal untersuchten Wissenschaftler in den USA triviales:
Während sich die Zahl der Computer in dem Haushalten verdreifachte, versiebenfachte sich die Zahl der durch den Computer verursachten Unfälle und Verletzungen im häuslichen Bereich.
Insbesondere seien Kinder und Senioren in steigender Zahl die Opfer, so die Untersuchung.

Wer sich darüber wundert, verbringt seine Zeit offenbar nur im Büro, denn mir erscheinen diese Tatsachen nicht besonders verwunderlich!

Blicke ich mich in meinem Umfeld um, so fällt schon auf, das viele zu Hause den Rechner aufstellen, wo er gerade Platz findet und dann auf irgendeinem Klapphocker davor sitzen.
Die meisten davon sitzen auf der Arbeit auch vor dem Rechner, würden da aber nie auf die Idee kommen auf etwas anderem als einem ordentlichen Bürostuhl davor zu sitzen (man will ja schließlich keine Rückenleiden bekommen ;-)).

Zu Hause aber kommt der Rechner in enge Ecken, auf wackelige Tische und der Monitor in ergonomisch wahnsinnige Höhen oder Tiefen…

Eltern, Kinder - Internet

EU-Wissenschaftler wollen ergründen, welche Risiken und Chancen das Internet für Eltern und Kinder bietet und wollen damit der "Medienpanikmache" begegnen und Wege der vernünftigen Nutzung zeigen.
Insbesondere wollen die Wissenschaftler dabei auch herausfinden, was Eltern tun, um die Internet-Risiken ihrer Sprößlinge zu minimieren.

Darauf habe ich eine klare Antwort: Die meisten tun gar nichts!

Während die Eltern meiner Generation für ihr Unwissen noch entschuldigt waren, weil es nie zuvor Computer gab, sind die Eltern heute absolut in der Pflicht, denn sie nutzen nicht nur die Computer mindestens genauso lange wie ihre Kinder sondern sie sind auch oft in denselben Communities Mitglied.

Und hier geht das Gejammere dann meist los: Da wird die böse Welt oder gar die Community dafür verantwortlich gemacht, wenn irgendwelche Personen Kontakt zu ihren minderjährigen Kindern aufnehmen, obwohl es fast überall Einstellungen gibt, den Kontakt zu bestimmten Altersgruppen grundsätzlich zu …

Wer will Windows 7 und Vista?

Gerade erst vorgestern hatte ich ja angemerkt (Artikel: Vorsichtige Skepsis), dass die kurzen Produktzyklen von Microsoft auf einem vielfach gesättigten Markt von Betriebssystemen und PCs häufig nicht auf Gegenliebe stoßen.

Heute lese ich auf Golem.de, dass die russischen Wettbewerbshüter ein Verfahren gegen Microsoft anstrengen, weil Microsoft, trotz weiterhin großer Nachfrage auf dem russischen Markt, die Auslieferung von Windows XP gestoppt hat.
"In Russland, schreibt die russische Onlinezeitung Gazeta.ru, sei die Nachfrage nach Windows XP nicht nur deshalb weiterhin groß, weil Windows Vista vielen einfach nicht gefalle, sondern auch, weil schwächere Hardware weit verbreitet sei und Windows Vista darauf nicht laufe.", so berichtet Golem.de (Quelle: Russland geht gegen Windows XP-Stopp vor, Golem.de) und unterstricht damit meine Meinung, dass auch Microsoft sich auf Zeiten gleichbleibenden Umsatzes bei geringem Wachstum einstellen muss, da der Produktzyklus auf dem Markt ein…

Vorsichtige Skepsis

Am 22.10. schon will Microsoft Windows 7, natürlich rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft, auf den Markt werfen.

Ich lege da allerdings doch mehr als vorsichtige Skepsis an den Tag, denn was soll eigentlich in der kurzen Zeit der Existenz von Windows Vista wirklich neues entstanden sein?
Selbst wenn man davon ausgeht, das die Entwicklung des Systems schon mit dem Rollout von Vista begonnen hat, ist es doch recht wenig Zeit, um etwa einen wirklich neuen Betriebssystemkern hevorzubringen.

Eher liegt da die Vermutung nahe, dass es sich um die x-te Aufbesserung des guten, alten NT-Kernels handelt (was diesem ja nicht schadet, sondern tatsächlich eine bessere Qualität und Stabilität hervorbringt).
Der Schock von Vista und seinen Inkompatibilitäten sowie der gewaltigen Belastung des Systems durch die gewaltige grafische Oberfläche war hoffentlich heilsam genug, das System wieder vernünftig zu verschlanken.

Dennoch bleibt fraglich, ob in Zeiten einer gewaltigen Wirtschaftskrise auch ein Hype nac…

Codename: Lackdose Allergie

Es ist immer wieder die Welt der Linux-Nutzer und OpenSource-Software, die mich daran erinnert, dass die Welt nicht so schnöde, kalt und sauertöpfisch ist, wie sie uns durch Windows-Administratoren und ihre Forentrolle etwa bei Golem.de gemacht wird!

So kommt das neue Live-Linux Grml, eine Toolbox für Administratoren der Linux-Welt, unter dem erfrischenden Codenamen "Lackdose-Allergie" daher und präsentiert ein Glas Milch als Desktop-Oberfläche.
Eine andere Software lies in der Repository-Beschreibung schon mal verlauten sie "rette den Weltfrieden und mache einfach Spaß"

Das alles ist ein Ausdruck der noch nicht verlorenen Freude am Leben, einer Welt außerhalb von Anti-Piracy-Aktionen, Volumenlizenzen und Registrierungs- und Linzenzpflichten.
Schon mal darüber nachgedacht, dass die Welt nicht so verbissen ist, wie sie scheint, Windianer? ;-)