Freitag, 5. Juni 2009

Wer will Windows 7 und Vista?

Gerade erst vorgestern hatte ich ja angemerkt (Artikel: Vorsichtige Skepsis), dass die kurzen Produktzyklen von Microsoft auf einem vielfach gesättigten Markt von Betriebssystemen und PCs häufig nicht auf Gegenliebe stoßen.

Heute lese ich auf Golem.de, dass die russischen Wettbewerbshüter ein Verfahren gegen Microsoft anstrengen, weil Microsoft, trotz weiterhin großer Nachfrage auf dem russischen Markt, die Auslieferung von Windows XP gestoppt hat.
"In Russland, schreibt die russische Onlinezeitung Gazeta.ru, sei die Nachfrage nach Windows XP nicht nur deshalb weiterhin groß, weil Windows Vista vielen einfach nicht gefalle, sondern auch, weil schwächere Hardware weit verbreitet sei und Windows Vista darauf nicht laufe.", so berichtet Golem.de (Quelle: Russland geht gegen Windows XP-Stopp vor, Golem.de) und unterstricht damit meine Meinung, dass auch Microsoft sich auf Zeiten gleichbleibenden Umsatzes bei geringem Wachstum einstellen muss, da der Produktzyklus auf dem Markt einfach nicht mehr umsetzbar ist.

Allerdings drängt sich da einem ohnehin die Frage auf, warum man ein Produkt nicht auch weiterhin verkauft, solange es Nachfrage danach gibt. Für Netbooks und einige Entwicklungsländer ist XP ja ebenfalls noch erhältlich, warum also nicht auch in der restlichen Welt?

Die Antwort ist so ernüchternd wie einfach: Microsoft ist der Wunsch der User schlicht egal, solange er nicht ihrem geschäftlichen Interessen förderlich ist!
Man möchte den Gewinn einer kompletten Betriebssystem-Neuanschaffung und nicht den Umsatz eines langen Support-Geschäfts.
Was kann Microsoft schließlich dafür, wenn unsereins sich keinen neuen Rechner leisten kann?

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