Sonntag, 9. August 2009

Eigentum verpflichtet

Langsam frage ich mich wirklich, ob man nicht anfangen sollte, Arbeitgeber größerer Banken und Konzerne aber auch Chefs beliebiger Firmen mal wegen Grundrechtsverletzung vor den Richter zu ziehen!

Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Artikel 14 Absatz 2, Grundgesetz


Die heutigen sogenannten Führungsspitzen sind kaufmännisch gut ausgebildet, da gibt es keine Frage. Doch die von den Unternehmen bei den Mitarbeitern geforderten Soft-Skills wie Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Identifikation mit dem Unternehmen machen vor ihren Türen halt, denn sie sind nicht in Zahlen und Konstrukten auszudrücken und ergäben eh nur ein kompliziertes Gebilde, welches von den kompetenten Managern genauso gut verstanden würde wie die toxischen Papiere.

Und so genehmigen sich weiterhin Manager Abfindungs- und Bonuszahlungen.. schlicht weil ihnen der Mut und die Fähigkeit fehlt, sich mit ihrem Unternehmen zu identifizieren und die Zahlung abzulehnen, damit es dem Unternehmen nicht noch schlechter geht. Dazu würde eh gehören, seine Schuld einzugestehen..

Und so schreiben Chefs weiterhin lieber Kündigungen, wie im aktuellen Falle wegen Stromdiebstahls, anstatt die Geschichte auf dem kurzen Wege... nämlich von Mensch zu Mensch... zu bereinigen.

Was bleibt ihnen zurück?
Das Arbeitsklima ist auch im restlichen Betrieb vergiftet (Minuspunkt für die Produktivität), der Ruf nach außen ist angeschlagen (weniger Aufträge) und der eine oder andere qualifizierte Mitarbeiter entscheidet sich lieber dort nicht anzufangen... Bingo!

Gut gemacht, meine Herren... da fragt ihr euch, warum euch keiner leiden kann?

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