Direkt zum Hauptbereich

re:publica 2017

re:publica 17 #LoveOutLoud

Verkehr: Der Weg zur Arbeit mit dem Rad

Japp, heute hat es mich mal wieder getrieben die 18 km zur Arbeit mal wieder mit dem Rad zurückzulegen... quer durch die Stadt.

Das Fazit der Reise ist zum Einen, dass ich mit dem Rad fast so schnell bin, wie mit jedem anderen Verkehrsmittel, zum Anderen schlicht die Erkenntnis, dass Radfahrer von den Blechkistenfahren nicht als gleichwertige Verkehrsteilnehmer angesehen werden.

Fahrradfahrer sind ihnen schlicht lästig, weil man jetzt ein Stück langsam fahren muss an dieser engen Stelle und sie dann im Millimeterabstand überholt (Radfahrer sind ja bekanntlich spurstabil wie ein 36-Tonner...).

Radfahrer müssen Verständnis haben, wenn man ihnen die Vorfahrt nimmt, weil "sie sehen ja, ich komm hier nicht rein.." und dabei die Radspur blockiert.

Man muss auch wissen, das Autofahrer ja nichts sehen können (weshalb sie eigentlich besser gar nicht erst fahren sollten, oder?) und deshalb erst mal einfach 2m aus der Einfahrt auf den Radweg rausschießen müssen.

Radfahrer sind aus Sicht der Autofahrer superschlank und Räder passen doch auch durch 20cm-Lücken, da soll man sich mal nicht so haben, denn "wo soll ich denn sonst parken?"
Ganz klar: Einfach nicht hier vor der Auffahrt zum Radweg.

Radfahrer scheren auch immer gerne großzüggig in die Spur links von ihnen aus, damit man die Autotür beim einsteigen so richtig weit aufmachen kann.

Radfahrer lieben es, wenn Baustellenabsperrungen verborgen hinter Ecken klammheimlich in den Radweg ragen.
Wir mögen es natürlich auch, wenn die Baustellenumleitung uns großzügig sicher von der Straße wegleitet und suchen dann gerne nach der Stelle, an der wir auch sicher wieder dahin zurückgelangen können.
Noch besser, wenn die Spurführung rund um die Baustelle auf der Straße den Radfahrern Wege über Bordsteine weist, denn Hauptsache ist, die Autos können vernünftig fahren...

Und nicht zuletzt: Wenn die Ampel nicht funktioniert, gilt das Recht des Stärken, scheiss was auf die bunten Schilder an den Stangen da... Radfahrer können solange anhalten...

Jetzt wird mancher wieder mit dem Finger auf die Radfahrer zeigen und sagen "die fahren bei Rot über die Ampel", was aber auch heute noch immer keine Begründung dafür ist, selber beschissen Auto zu fahren.

Bloß weil andere Handys klauen, fang ich damit nicht an, merkt ihr, ne?

Man könnte jetzt auch behaupten, "der Typ, der hier schreibt, übertreibt maßlos", aber ich habe das auf 36km Fahrt über Stadtstraßen als ordentlich nach Verkehrsregeln fahrender Radler alles so erlebt und überzeichne das hier höchtens ein bisschen, weil sich ja sonst niemand drüber aufregt...  ;-)

Am meisten hat mich aber fasziniert, wie die ausfallenden Ampeln an der Otto-Suhr-Allee in sekundenschnelle ins Verkehrschaos geführt haben, weil sich offenabr niemand von den Blechkistenfahrern erinnern konnte, wie man eine Kreuzung ohne Ampel überquert... wie habt ihr denn jemals den Führerschein bekommen?

Alles vergessen? So lange her?
Dann parkt ein und schmeisst den Schlüssel weg...
Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

openSUSE 12.3: Ebooks mit DRM lesen

Grundsätzlich war es zwar nicht wirklich dringend nötig, aber letztlich auch eine Frage der Ehre, dass ich das Problem endlich mal angehe...

Ich besitze eine Menge ehrlich erworbener und bislang vorwiegend auf meinem OYO gelesener Ebooks, deren Manko es bislang war, das sämtliche Ebook-Reader-Software unter Linux die Kooperation mit diesen DRM-geschützten Werken verweigerte.

Auf Microsoft-Betriebssystemen übernimmt die Software Adobe Digital Editions diese Aufgabe und verwaltet die Adobe-ID und die damit lesbaren Bücher.

ADE hatte dieses Problem bislang auch perfekt in der bis vor kurzem noch vorhandenen virtuellen Windows-Maschine gelöst, die nun aber auch nicht mehr existiert.

Was also tun?
Calibre ist ein netter Reader, an meine DRM-Bücher komme ich aber hier nicht...

Also warum nicht Adobe Digital Editions installieren?

Wir sind ja auf einem Linux-System, also gibt es für dieses Problem eine am Ende doch auch recht einfache Lösung, die allerdings die Registrierung eines Accounts b…

Eishockey: Wenn dem Torhüter langweilig wird...

...geht er aufs Eis.Unter diesem Motto muss man wohl das Pokal-Derby gegen die "Rivalen" vom Glockenturm sehen:
Hütete er einen Tag früher noch als Goalie bei der Niederlage in Niesky das Tor, trug sich Christian Krüger heute als Torschütze des 5:0 in die Scorerliste des Spieles ein. Die gestrige Niederlage in Niesky ist ja die Folge einer schlichten Kausalkette von Verletzten, durch die Arbeit verhinderten, den Playoffs in Weißwasser bis zur eigentlichen Ursache, dem fehlenden Dach und damit fehlendem Eis in Niesky und lässt sich,angesichts von gerade mal 10 reisenden Spielern der Akademiker, auch verstehen, brachte sie aber auf dem Weg der "Mission Finale" leider nicht voran.Das nun Krüger zum Torschützen wird, ist ein Zeichen beständigen Personalmangels in der Post-Season, der geradezu symptomatisch für die Teilnehmer der gesamten Pokalrunde zu sein scheint.Doch in dieser Partie, ob nun mit dezimiertem Kader oder nicht, sind die Weddinger schlicht die Favoriten u…