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ÖPNV: Direktverbindung auf den Nordwestring aus dem Norden

Normalerweise sind Umleitungen und Ersatzverkehre bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben ja eher ein Ärgernis für die Nutzer und vielen Umständen verbunden.

Leider lässt sich das auch bei der derzeitigen Baustelle im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn-Berlin nicht vermeiden, jedoch gibt es eine Umfahrungsidee, die nach meinem Dafürhalten auch gerne so bleiben darf, aber von der S-Bahn-Berlin zu Beginn der Mai wieder zurückgenommen wird.

Das Berliner S-Bahn-Netz besteht ja im Prinzip aus einem Gemisch eines stern- und eines ringförmigem Systems, bei denen  alle Linien des Sterns insbesonder den inneren Berliner Ring einmal kreuzen, zumeist aber durchqueren und auf der anderen Seite wieder verlassen.
Auf der Ringbahn fahren die Züge in beide Richtungen um die Querverbindungen zu gewährleisten.
Damit muss man nicht immer erst in die Stadtmitte, um z.B. vom Norden in den Westen zu kommen.

Im Berliner Netz gibt es dazu noch 3 ergänzende Linien, die von den Nord-Süd-Linien S1 und S2 kommend über den Bahnhof Bornholmer Straße auf den Ostteil des Rings übergehen und diesen im Süden wieder verlassen, um in Schönefeld, Zeuthen oder etwa Grünau ihren Endbahnhof zu finden.

Reisende aus dem Norden, die also in den Bereich der östlichen City möchten, haben also, die Umsteigsmöglichkeit am Bahnhof Gesundbrunnen mitgezählt, insgesamt 4 Möglichkeiten etwa den Bahnhof Ostkreuz zu erreichen, 3 davon direkt und ohne Umsteig mit dem damit verbundenen Zeitverlust von 5-10 Minuten.

Reisende aus dem Norden, die in den Bereich der westlichen City möchten, dass sind im Berufsverkehr morgens durchaus gefühlte 50-75% aller Fahrgäste in den Linien S1 und S2, haben genau eine Möglichkeit: Umsteigen in Gesundbrunnen mit im Normalfall 5-10 min Zeitverlust.

Dazu drängeln sich diese Fahrgäste dann auch nich in die vollen Züge der S42 aus dem geografischen Ostteil der Stadt, die ebenfalls in Richtung Westen zu den Bahnhöfen Wedding, Westhafen und Jungfernheide streben um dort für ihren weiteren Arbeitsweg umzusteigen.

Das Ergebnis sind morgens Züge voll wie Sardinendosen in Richtung Westen, während die Züge der anderen Fahrtrichtung mäßig gefüllt fahren.

Kurzum: Der morgendliche Reisebedarf von Osten und Norden auf/den nordwestlichen Ring ist um ein vielfaches größer als der Resisebedarf auf/über den nordöstlichen Ring.
Über den nordöstlichen Ring fahren dafür aber insgesamt vier Linien, über den nordöstlichen nur eine.

Jetzt, bei Tunnelsperrung und einer S45, die von Birkenwerder über Blankenburg, Pankow, Gesundbrunnen, Westkreuz in Richtung Schönefeld fährt, sieht die Lage anders aus:
Vom Bahnhof Blankenburg aus, bis zum Bahnhof Messe-Nord/ICC ist die Fahrtzeit mit der S45 um ca. 7 min kürzer, als mit Umsteigen in Gesundbrunnen.

Der Umsteigebahnhof Gesundbrunnen wird entlastet (wer dort schon mal im Berufsverkehr, wenn mal wieder ein Zug ausfiel umsteigen musste, weiß wovon ich spreche...) und insgesamt ist der Zug zwar ab Gesundbrunnen auch voll, aber eben nicht übervoll.

Die Fahrgäste frequentieren diese Züge momentan sehr gezielt, sie sind also gefragt.

Es wäre also schlicht eine gute Idee, wenn die Linien  S1 und S2 zukünftig Linienteile erhielten, die in Westrichtung auf den Ring abbiegen und so das gesamte Ringsystem entlasten, weil nicht mehr nur eine Linie den Verkehr abwickeln muss und so durch das zusteigen in übervolle Züge immer wieder automatisch Verspätungen produziert, die sich beim Umsteigen dann noch multiplizieren.

Liebe S-Bahn-Berlin!
Gebt euren zahlreichen Fahrgästen aus dem Norden dauerhaft eine Verbindung direkt auf den Westring, wie ihr es derzeit mit der S45 anbietet!
Ihr verkürzt damit Reisezeiten, macht euch beliebter und schont unser aller Nerven!

Wer das auch gut findet, kann dass ja der S-Bahn-Berlin auch hier mal per Mail mitteilen:
Ansprechpartner wäre zum Beispiel die Pressestelle des Untenehmens oder die Kundenbetreuung .



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