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re:publica 2017

re:publica 17 #LoveOutLoud

openSUSE: Purzelgras... Wechsel zum RollingRelease

Die Softwarewelt von heute ist ja nicht mehr wirklich getrieben von technischen notwendigen Installationen, die ein komplett neues Betreibssystem erforderlich machen würden.

Das was technisch und aus Sicherheitsgründen notwendig ist, erhält man im Regelfall durch Patches und Updates, der Rest ist dumpfes Marketing.

Das andauernde Gehopse von einer Betriebssystemversion zur nächsten ist dabei nicht immer nur von Vorteil, sondern oft macht es die Geräte langsam, unbenutzbar oder gar unbrauchbar.

Natürlich bin ich als Programmierer auch ein Technikfreak und freue mich über neue Sachen.
Allerdings bin ich auch eher für Nachhaltigkeit in der Software-Strategie, denn man könnte ja mal einfach erstmal eine Sache richtig machen, bevor man die nächste anfängt.

Davon bleibt auch meine Stammdistribution openSUSE nicht verschont, bei der man nun auch halbjährliche Versionen heraushaut, weil es Ubuntu und Co ja auch so machen.

"Aber es gibt doch LTS-Varianten..", höre ich schon einige rufen, aber das ist nur für spezielle Fälle auf Servern eine gute Lösung:

Auf dem Desktop erwarte ich schon Zugang zu Software, die weniger als fünf Jahre alt ist (am Ende eines LTS-Zeitraums) und zu Bibliotheken die eben nicht bei der Version xy eingefroren sind, weil das sonst mit dem Rest nicht mehr passt.

Dazu kommt, dass ein Upgrade mit hohen Versionsprüngen am Ende auch immer mehr Arbeit macht, als bei kleinen Versionsprüngen (da spreche ich aus Erfahrung...).

Was also tun, wenn man nicht alle halbe Jahre wieder zig Sachen neu konfigurieren will, weil die alte Konfiguration in der neuen Version des Programms zum Teil obsolet geworden ist?

Man purzelt ins Gras und probiert den Weg des RollingReleases, der mir die neueste Software in fortlaufender Folge zur Verfügung stellt, ohne das aus dem "Humpelnden Hahn" ein "Inkontineter Ibis" wird...

Natürlich: Das hat Konsequenzen, die dann an anderer Stelle liegen.
Allerdings wähle ich den Zeitraum eines Updates und der damit möglichen verschiedenen Schwierigkeiten weitestgehend selbst und kenne vielleicht sogar die Konsequenzen im voraus...

Wie stelle ich nun meine openSUSE auf Tumbleweed um?

Am Ende führt alles auf das derzeit nur in Englisch verfügbare Tumbleweed-Portal.
Warum das eigentlich auch gut so ist und wer Tumbelweed nutzen sollte, kann man hier aber auch noch mal auf Deutsch nachlesen: Tumbleweed (deutsch).

Im wesentlichen gibt es die üblichen Methoden:
Neuinstallation über ein physikalisches Medium oder das Netzwerk, oder die Konsolenmethode via zypper dup.

Wie alle Upgrades, besteht der Haupteil darin, alte Repositories gegen neue auszutauschen und die dann neueren Programmversionen herunterzuladen.
Wer also aktuell in der Version 13.2 ist, kann zypper dup ohne weiteres Risiko benutzen.

Bei Versionen vor 13 empfiehlt mein innerer Monk aber lieber eine Neuinstallation, denn da gab es reichlich Wechsel im Bootvorgang und so kann der Upgrade vor einem kleinen, weißen, blinkenden Quadrat enden, aus dem man sich dann erst einmal geschickt zu befreien wissen muss...

Auf jeden Fall problematischer wird der Wechsel aber mit proprietären Grafiktreibern, einem meiner Lieblingsgebiete.

Damit befassen sich aber gesonderte Artikel, denn ich werde sie beide (Nvidia und AMD) durchexerzieren müssen, was im Falle von Nvidia-Treibern schon geschehen ist, sonst könnte ich hier nicht tippseln :)
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