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openSUSE Tumbleweed: Und ewig grüßt der Nvidia-Treiber

Der Wechsel von openSUSE 13.2 zu Tumbleweed ist im allgemeinen einfach und wirklich unkompliziert, wie ich es im letzten Artikel auch schon beschrieben habe.

Nutzer von proprietären Grafiktreibern haben zumindest eine Hürde mehr, als jene Menschen, die darauf gerne verzichten, denn sie müssen für ihre Treiber doch selbst Pflegeaufwand betreiben.

Da ich den Desktop-Rechner als erstes von der Sklaverei der Betriebssystem-Version befreit habe, kommt zuerst auch die Auflösung für die Nutzer von Nvidia-Grafikkarten, während die Menschen mit AMD-Lösungen noch ein bisschen warten müssen, denn der Laptop kommt erst später dran.

Der Wechsel zu Tumbleweed hat seinen Preis, der sich jedoch an anderer Stelle als gewohnt zeigt:
Da die Logik der Software-Updates hier nicht mehr den "Major-Releases" der Maintainer folgt, sondern der Weiterentwicklung der einzelnen Komponenten an sich, führt ein Kernel-Update jetzt eben nicht mehr zu einer automatischen Neueinbindung der Kernel-Module.

Hier ist der User nach einem Kernel-Update selbst gefragt, was aber auch gleichzeitig bedeutet, dass man automatische Updates ab sofort nicht mehr vornehmen sollte, sondern sich den Zeitpunkt für Updates und ihre Folgen bewusst wählt und zumindest überfliegt, welche Pakete da erneuetert werden.

Wenn da also irgendetwas mit "kernel-..." steht, wird es anschließend wohl fast immer notwendig sein, den Nvidia-Treiber selbst neu zu kompilieren.
Tumbleweed kann nämich Versionsstände erreichen, die nicht von dem aktuellen, auf irgendeinen Versionsstand vorbereiteten Treiber-Paket abgedeckt werden.

Als Tumbleweed-Nutzer muss man also die Pakete rund um make installiert haben, oder sie halt jetzt installieren, um künftig für das Kompilieren gewappnet zu sein.

Eine gut gemachte Anleitung steht auf der Seite Nvidia, the hard way, weshalb ich hier auch nur die Grundschritte skizziere, die zum Erfolg führen.

Treiber runterladen
Den richtigen Treiber gibt es auf der Downloadseite von Nvidia.
Natürlich müsst ihr die passende Sprache und Betriebssystemversion einstellen, bevor ihr dieses Paket an eine leicht zu merkende Stelle in eurem Rechner herunterladet und dort einfach stehen lasst (für alle Fälle).

Treiber installieren
Sofern der Rechner bis zum normalen Anmeldefenster hochgefahren ist, mittels des Knopfes rechts unten auf eine Konsolensitzung wechseln, alle anderen die schon da landen, melden sich ebenfalls auf der Konsole direkt als root an oder machen sich nach der Anmeldung mit su zum root-User.

Als Tumbleweed-Nutzer reicht es nun tatsächlich im Regelfall mit ./meinVerzeichnis/NVIDIA... (und der Tab-Taste zur Vervollständigung...) die Installation des Treiber aufzurufen und zu durchlaufen.

ACHTUNG: Wenn der Treiber irgendein Problem bei der Installation hat, sagt er das und gibt auch gleich idR die exakte Lösung dazu mit im Fenster an! Also nicht nur wild "Ok" klicken!

Der abschließende Befehl rxdm restart führt nicht immer zum Erfolg, aber selbst ich bevorzuge an dieser Stelle einen sauberen Reboot.

Blacklist Nouveau
Ein direkter Seiteneffekt ist mir zwar bislang nicht bekannt, aber es schadet nichts, wenn ihr den Boot-Optionen des Bootloaders die Option  "nouveau.modeset=0" mitgebt.
Das verhindert, das ein anderer, als euer Nvidia-Treiber sich einmischt und damit das Debuggen eines Fehlers einfacher wird, wenn sich nicht noch 5 andere Beteiligte einmischen... ;)

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