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RaspberryPi: openSUSE 13.2 auf dem kleinen Riesen

Den kleinen RaspberryPi habe ich ja lange Zeit in seiner Funktion als Datenbankentwicklungsserver  und Miniwebserver für das Heimnetz auf der Basis von pidora betrieben.

Doch die Distribution endete, bevor man richtig Spaß an ihr entwickeln konnte und auch im langfristigen Beieb tauchten immer wieder Probleme auf.

So wurde der Server regelmäßig total lahm und es war selbst via ssh kein vernünftiges Arbeiten mit dem Gerät möglich, außer man startete ihn neu.

Im Grunde habe ich also pidora auch ohne weitere Updates nur behalten, weil ich keine wirkliche Alternative fand, die aus meiner Ecke der Linux-Welt kam, denn ich mag eben Sachen, die nicht auf Debian basieren und bloß glänzende Ubuntus sind.

Nun habe ich aber doch eine entdeckt  und das bedeutete das Ende von pidora und den Start von openSUSE 13.2 ARM, welches mir nun die homogene Benutzung von openSUSE auch auf dem HomeServer ermöglicht.

Zu finden ist alles notwendige auf der Seite
https://en.opensuse.org/HCL:Raspberry_Pi#Installing_the_openSUSE_13.2_Image

Jeder, der der englischen Sprache mächtig ist und den Umgang mit der Kommandozeile nicht scheut, ist in der Lage dieser Anleitung zu folgen und ein vollwertiges openSUSE 13.2 System auf dem RaspberryPi zu installieren.

Man kann das Image auch einfach mit dem SUSE Studio Image Writer bootfähig auf ein USB-Medium bringen, wenn man den Konsolenbefehl an dieser Stelle wenigstens umgehen will.
Den gibt es, meines Wissens nach, auch für Windows und Mac und natürlich funktioniert der auch mit jedem anderen Imgage, welches man bootfähig z.B. auf einem Stick braucht.

Gut ist, dass das Image beim  ersten Start selbstätig alle Partitionen erweitert, man braucht nix nachfummeln und kann, nach dem ersten etwas längeren Start, dann auch loslegen.

Ich habe den Pfad des "Headless"-Systems beschritten und alles weitere auf der Kommandozeile erledigt, denn ein paar Sachen sollte man definitiv auch hier einfach ändern:


  1. Das Tastatur-Layout ist nämlich das amerikanische und daher sollte man schnell den auf der Seite beschriebenen Weg zum deutschen Tastaturlayout einschlagen, was die weitere Arbeit schlicht erleichtert.
  2. Die kleine RaspberrySUSE ist auch so eigenwillig, sich in den Default-Einstellungen einfach selbst eine Netzwerkadresse im Netz zu kapern, die man dann zuerst über seinen Router herausfinden muss, daher sollte man danach dann auf dem Gerät schlicht eine statische IP-Adresse konfigurieren.


Man kann sich zu diesem Zweck auch aus den bereits fertig konfigurierten Repos den entsprechenden Teil von yast2 installieren, wenn man sich das Editieren mehrerer Dateien auf der Bash nicht zutraut.

Ich habe schlicht die Anleitung auf der Seite gelesen und war dann in der Lage das manuell zu erledigen.
Für ein festes Netzwerkgerät ist es einfach besser, wenn man nicht nach jedem Neustart nach er IP-Adresse suchen muss.

Danach könnt ihr dann in aller Ruhe alles installieren, was ihr sonst noch braucht und habt ein flottes Headless-System im openSUSE-Style...

Und nach ein paar Wochen lässt sich zumindest sagen, dass dieses System nicht dauernd langsamer wird, sondern immer noch flott reagiert.

Ein wichtiger Tipp noch für alle, die eine MariaDB-Datenbank installieren:
Editiert VOR dem ersten Start die my.cnf und schaltet dort die Benutzung von InnoDb zunächst ab und macht die Aria-Engine zum Standard!

Das Problem ist, die beim ersten Start notwendigen Dateioperationen dauern auf dem Gerät mit dem geringen Arbeitsspeicher zu lange und systemctl steigt dann mit einem Fehler aus.

Ohne InnoDB funktioniert der erste Start aber problemlos.
Anschließend die my.cnf wieder passend umschreiben und den DB-Server neu starten, dann ist alles perfekt.
Er läuft dann auch problemlos mit InnoDB.
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