Direkt zum Hauptbereich

re:publica 2017

re:publica 17 #LoveOutLoud

BackToYourOwnServer: Roundcube auf dem eigenen Server

Es wird ja überall gejammert, dass nix mehr sicher sei im Internet und alle Datenkraken der Welt Zugriff auf unsere Daten nehmen, sie von Servern klauen und böse Dinge tun.

Man kann also, wie der gemeine Deutsche, einfach jammern und trotzdem mit allem einfach weitermachen, oder man tut was... das macht aber Mühe und ist damit natürlich unbeliebt.

Klar, nicht jeder ist ein IT-Mensch wie ich und installiert sich Webmail-Software mal eben so auf einem Server (obwohl man in so manchem Support-Forum den gegenteiligen Eindruck gewinnt).
Doch wäre schon die Nutzung eines eigenen Mini-Hosting-Accounts ein Fortschritt, weil die Mails dann letztlich nicht mehr zum Mailriesen fließen, sondern in viel kleine und größere Hoster-Server, die nicht mehr ganz so leicht zugänglich für Daten-Schnickschnack sind... und werbefrei!

Ich habe mir schlicht einen eigenen Server gemietet, der mit dem ja auch zu Hause bevorzugten openSUSE Leap 42.1 läuft, aber natürlich ohne grafische Oberflächen.

Das ist mein erster Schritt hin zu einem Leben mit weniger Datenkraken im Internet und natürlich dient er auch meinen Coding-Ideen als Stützpunkt im Internet, aber eben auch meiner persönlichen Unabhängigkeit von anderen.

Roundcube heißt meine Wahl auf der Suche nach einem Webmailer, der nicht gleich  wieder umfangreich wie die Staatsbibliothek ist oder Abhängigkeiten in so großer Anzahl hat, dass diese nicht mehr zu überblicken sind (oder einfach nach 1991 aussieht).

Roundcube selbst ist als Oberfläche Bestandteil anderer Software-Projekte, kann aber auch solo mit ein paar zusätzlichen Plugins aufgemotzt genutzt werden.

In  meinem Fall verläuft die Erstinstallation total unkompliziert , denn die neueste Version von Roundcube ist in den Repos von openSUSE vorrätig.
Installation über die Softwareverwaltung also.
Alle anderen gucken einfach hier (roundcube-Wiki) , da wird einem erklärt wie es sonst so geht.

Roundcube nutzt den PHP-Composer als Softwareverwaltung, was die Installation von zusätzlichen Plugins relativ einfach macht, muss man sie doch nur der composer.json hinzufügen und dann den Composer den Rest erledigen lassen.

Mit den Plugins Kolab/Calendar, Identity_Plugin, Filters und Google_Addressbook ist so eine Webmail-Oberfläche an, die für meine Nutzungszwecke vollkommen ausreicht.
Erfolg: Meine Mails liegen jetzt wieder auf meinem Stück vom Internet.

Und wenn die Leute im PEAR-Repo sich mal wieder ein gültiges Zertifikat kaufen, verschwindet auch diese Fehlermeldung aus dem Composer ;)

Apropos Zertifikat... das ist dann die nächste Baustelle...


Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

openSUSE 12.3: Ebooks mit DRM lesen

Grundsätzlich war es zwar nicht wirklich dringend nötig, aber letztlich auch eine Frage der Ehre, dass ich das Problem endlich mal angehe...

Ich besitze eine Menge ehrlich erworbener und bislang vorwiegend auf meinem OYO gelesener Ebooks, deren Manko es bislang war, das sämtliche Ebook-Reader-Software unter Linux die Kooperation mit diesen DRM-geschützten Werken verweigerte.

Auf Microsoft-Betriebssystemen übernimmt die Software Adobe Digital Editions diese Aufgabe und verwaltet die Adobe-ID und die damit lesbaren Bücher.

ADE hatte dieses Problem bislang auch perfekt in der bis vor kurzem noch vorhandenen virtuellen Windows-Maschine gelöst, die nun aber auch nicht mehr existiert.

Was also tun?
Calibre ist ein netter Reader, an meine DRM-Bücher komme ich aber hier nicht...

Also warum nicht Adobe Digital Editions installieren?

Wir sind ja auf einem Linux-System, also gibt es für dieses Problem eine am Ende doch auch recht einfache Lösung, die allerdings die Registrierung eines Accounts b…

Eishockey: Wenn dem Torhüter langweilig wird...

...geht er aufs Eis.Unter diesem Motto muss man wohl das Pokal-Derby gegen die "Rivalen" vom Glockenturm sehen:
Hütete er einen Tag früher noch als Goalie bei der Niederlage in Niesky das Tor, trug sich Christian Krüger heute als Torschütze des 5:0 in die Scorerliste des Spieles ein. Die gestrige Niederlage in Niesky ist ja die Folge einer schlichten Kausalkette von Verletzten, durch die Arbeit verhinderten, den Playoffs in Weißwasser bis zur eigentlichen Ursache, dem fehlenden Dach und damit fehlendem Eis in Niesky und lässt sich,angesichts von gerade mal 10 reisenden Spielern der Akademiker, auch verstehen, brachte sie aber auf dem Weg der "Mission Finale" leider nicht voran.Das nun Krüger zum Torschützen wird, ist ein Zeichen beständigen Personalmangels in der Post-Season, der geradezu symptomatisch für die Teilnehmer der gesamten Pokalrunde zu sein scheint.Doch in dieser Partie, ob nun mit dezimiertem Kader oder nicht, sind die Weddinger schlicht die Favoriten u…