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re:publica 2017

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openSUSE: 42 die Zweite

Natürlich konnte ich es wieder nicht lassen:
Wenn es um openSUSE geht, bin ich eben nicht so geduldig, wie ich es bei anderen Software-Erzeugnissen bin.

Der Schritt von Leap 42.1 zu 42.2 erschien mir jetzt auch nicht wirklich so groß, dass ich mit Problemen rechnete.

Dazu kommt ja dann auch das professionelle Interesse, denn schließlich arbeite ich privat und professionell mit openSUSE-Servern, die beide auf Leap 42.1 laufen.

Mein Desktop zu Hause lässt sich ja schon seit einigen Versionen nur noch per Zypper zum Upgrade bringen, da die Installationsmedien schon zu Beginn schlicht stehen bleiben und sich nicht mehr zur Mitarbeit überreden lassen.

Also ran, zunächst das alte System mit zypper up auf den neuesten Stand bringen.
Anschließend sind alle Repos mit den neuen Repository-Urls zu versehen, was im wesentlichen durch den Austausch von „42.1“ zu  „42.2“ geschieht.

Ich exportiere dazu die Liste der Repositories in eine .repo-Datei, die sich mit einem beliebigen Texteditor leicht bearbeiten lässt.
Danach lösche ich die vorhanden Repos und importiere die editierte Datei.

Jetzt kann mit zypper dup der Upgrade angestoßen werden und lief in meinem Fall dann auch störungsfrei durch.

Am Ende befindet man sich nach einem Neustart im neuen System.

Das funktioniert für die meisten von euch wahrscheinlich auch so, nur ich habe natürlich wieder nachzubessern:
Wie schon traditionell, funktioniert die grafische Oberfläche nach der Aktualisierung nicht/halb/ungenau weil wieder irgendwas mit nVidia ist…

Diesmal meldet Plasma, dass es nicht starten könne, weil die Einstellungen des Grafiktreibers nicht korrekt wären.

Ein Blick in die Konsole zeigt jedoch das Vorhandensein aller Kernel-Module, weshalb die Treiber-Konfiguration ja eigentlich kein Problem haben sollte.

An dieser Stelle habe Zypper angewiesen, die nVidia-Kernel-Module zu deinstallieren, was dazu führt, dass eine handvoll Programme wie der flash-player und erstaunlicherweise auch wine mit von Bord gehen müssen.
Das stellt jedoch kein Problem, dar, ich will die nVidia-Module ja schließlich anschließend wieder installieren, um auch wirklich jeden versteckten Skripthappen zu aktualisieren, der mir sonst möglicherweise entgeht.

Gesagt, getan: Nach der Deinstallation ein Neustart, der mir auch meinem zwei Bildschirmen deutlich zeigt, wieso ich einfach nicht ohne proprietären Treiber auskomme, denn ein Bildschirm davon wird mir nur in 640x480 Auflösung angeboten und bietet auch gar keine höhere Auflösung an.

Also gar nicht weiter darüber nachdenken, sondern die nVidia-Module wieder installiert, die ich gerade deinstalliert habe, Neustart… und … fast fertig!

Die Auflösung des zweiten Bildschirms muss noch in den Systemeinstellungen auf 1280x1024 angepasst werden, die von mir gewählten Bildschirmhintergründe wieder gesetzt werden und nun ist es wirklich fertig.

Bei einer Neuinstallation des Betriebssystem ist dieser Aufwand nicht nötig, da der Einsatz des proprietären Treiber erfolgt, sobald  man das entsprechende Repo aktiviert hat und ein Update durchführt (darüber habe ich hier schon mal geschrieben).

Wer den Zypper-Distro-Upgrade gemacht hat und nVidia-Treiber im System hat, der dürfte eine ähnliche Problematik erleben.

Der Umgang mit Zypper erfordert in jedem Fall Erfahrung mit dem System und mit der Kommadozeile.
Auch ich weiß aber nicht immer alle Befehle auswendig, aber für Zypper gibt es ein tolles Cheat-Sheet: 

Was mich allerdings noch immer ein wenig ärgert:
Unter Windows kann man ein Hintergrundbild sogar problemlos über zwei Bildschirme spannen, was unter der KDE noch immer nicht möglich ist.
Wahrscheinlich, weil die ganze Welt ja heute immer ärmlich am Laptop programmieren muss, statt ergonomisch am Desktop mit zwei Bildschirmen… ;)
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